Wir fahren weiter auf dem EV3, Euro Velo3, der Fernradweg, der von Trontheim in Norwegen, über Dänemark-Hamburg-Köln-Belgien-Paris bis nach Compostella geht. Richtung Süden, da fährt es sich doch leicht. Die Ausschilderung heute war gut. Wir fahren durch ein Wasserreiches Gebiet. Viele Kanäle, Seen, Flüsschen und Bäche. Allerdings ist die Vegetation drum rum ziemlich trocken. Die Bäume aber spenden immer wieder Schatten, während wir uns von Kanal zu Kanal zu Fluss… bewegen. Lange Strecken des Weges sind nicht befestigt, gut zu fahren, doch sehr staubig. Nur wenige Schiffe sind unterwegs. Eins, Boot&Fahrrad, läd gerade ein paar Radfahrer auf die Strecke ab. Sonst ist es eher ruhig am Wasser. Die Vegetation wechselt von Wald zu Feld zu kleinen Hügeln und wird durchaus nicht langweilig.
In Nemours biegen wir in den Ort ab und kaufen im Supermarkt etwas für die Mittagspause. Die gibt`s dann unweit der Kirche, auf einen kleinen Platz.
Kurz vor dem Tagesziel erreichen wir einen Turm, den wir nicht erklärt bekommen. Dafür überlegen wir beim Blick auf die Karte kurz, ob wir morgen den Kanal de Orleans fahren sollen. Verwerfen das aber später.
Unser Hote ist einfach, aber ok. Das Tandem steht in einem abgeschlossenen Raum am Hof. Nach dem üblichen Program bei Ankunft, erkunden wir den Innenstadtbereich. Ungewöhnlich ist, dass aus unzähligen Lautsprechern offensichtlich zentral eingespielte Musik erschallt. Das hatten wir noch nie.
Abendessen besorgen wir uns im Supermarkt neben an und verfolgen die Französischen Nachrichten. Top-Thema sind die vielen Brände, die zur Zeit herrschen. Da müssen wir uns auf dem Laufenden halten. Und der Tour de France der Profis müssen wir aus dem Weg gehen. Wird schon!
Morgen gehts weiter von Montagis an die „La Loire“ bis Gein.
Abends haben wir den Tag in der Hotelbar beendet.